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Funktion · Künstliche Intelligenz

KI in der Physiotherapie-Software: hilfreich, optional, unter Ihrer Kontrolle

Thera X nutzt KI dort, wo sie Ihnen Tipparbeit abnimmt – vom Rezept einlesen bis zum Textvorschlag. Die KI ist ausgeschaltet, bis Sie selbst einen Anbieter einrichten, und jede Funktion, bei der Daten die Praxis verlassen, braucht eine eigene Freigabe.
Thera X: Einstellungen › KI (frei erfundene Beispieldaten)
Einstellungen › KI · Programmansicht mit frei erfundenen Beispieldaten

Was die KI in Thera X für Sie erledigt

Jede KI-Funktion ist ein Vorschlag, den Sie prüfen und übernehmen – oder verwerfen. Fachlich verantwortlich bleiben Sie.

Krankheitsausfall: Termine KI-gestützt verschieben

Krankheit kommt selten mit Vorlauf. Sobald die Abwesenheit einer Therapeutin eingetragen ist, sehen Sie, welche Termine betroffen sind – und Thera X verschiebt sie mit KI-Unterstützung: wahlweise automatisch oder Schritt für Schritt mit Vorschlägen, die Sie bestätigen. Lässt sich ein Termin nicht halten, erhält der Patient sofort eine SMS oder E-Mail; wer noch angerufen werden muss, landet auf einer Rückrufliste, die Sie abhaken.

Auch hier gilt: Die Funktion ist optional, nutzt Ihren eigenen KI-Anbieter, und Sie entscheiden, ob Vorschläge automatisch übernommen oder einzeln bestätigt werden. Wie der Terminfinder freie Zeiten sonst nach festen Regeln findet, steht auf der Seite Terminfinder & Serien.
Thera X: „Rezept einlesen einrichten“ (frei erfundene Beispieldaten)
„Rezept einlesen einrichten“ · Programmansicht mit frei erfundenen Beispieldaten

Ihr Anbieter, Ihr Schlüssel

Sie wählen den KI-Anbieter – auch ein lokales Modell

Unter Einstellungen › KI legen Sie fest, welcher Dienst die Arbeit übernimmt. Sie hinterlegen den API-Schlüssel Ihres eigenen Praxis-Kontos beim Anbieter; Thera X speichert ihn verschlüsselt auf dem Server und zeigt ihn nie wieder an. Wechseln Sie Anbieter oder Adresse, verwirft das Programm den gespeicherten Schlüssel, damit er nie an eine fremde Adresse geht. Ist die KI noch nicht eingerichtet, erklärt Thera X an der jeweiligen Stelle, was fehlt – so wie hier beim Rezept einlesen.

Freigaben: Sie entscheiden, welche Daten die Praxis verlassen

Eine KI-Anbindung allein schaltet noch keine Funktion frei. Für jede Art der Übermittlung gibt es einen eigenen Schalter, und die meisten stehen ab Werk auf „aus“. Die wichtigste Unterscheidung: Beim Rezept einlesen geht das Foto der Verordnung mit Patientendaten an den Anbieter – das ist nur mit einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) zulässig, und jede Übermittlung wird protokolliert, ohne den Bildinhalt. Bei der Texthilfe dagegen ersetzt Thera X bekannte Namen vor dem Versand durch Platzhalter wie [NAME1] und tauscht sie in der Antwort zurück.

Diese Pseudonymisierung ist keine Anonymisierung: Freitexte können weiterhin Hinweise auf eine Person enthalten, etwa eine seltene Diagnose oder einen Ort. Das Handbuch empfiehlt deshalb ausdrücklich, keine unnötigen Personenangaben in Texte für die KI zu schreiben und jeden Vorschlag vor der Übernahme zu prüfen. Für Vorschläge zu Ursachen und Behandlungsansätzen in der Körperkarte gibt es eine eigene, zusätzliche Freigabe; sie ist ab Werk aus, weil die regulatorische Bewertung nach der Medizinprodukte-Verordnung noch aussteht.

So sieht KI-Unterstützung im Programm aus

Links die Erläuterung einer Diagnose, rechts der Trainingsplan-Vorschlag – beide klar als KI-Vorschlag gekennzeichnet und vor der Übernahme prüfbar.
Thera X: Diagnose und Heilmittelkatalog – Katalog und KI-Erläuterung getrennt (frei erfundene Beispieldaten)
Diagnose und Heilmittelkatalog: Katalogwerte und KI-Erläuterung getrennt dargestellt
Thera X: Trainingsplan per KI vorschlagen (frei erfundene Beispieldaten)
Trainingsplan per KI vorschlagen – aus Diktat oder mit Verordnung

Weitere KI-Helfer im Alltag

Neben den großen Funktionen gibt es viele kleine Stellen, an denen die KI Arbeit spart. Alle setzen eine eingerichtete KI und die passende Freigabe voraus:

Diktat: Spracherkennung bleibt in Ihrer Praxis

Seit Version 1.9.8 können Sie an Textfeldern diktieren – in der Dokumentation, an der Körperkarte, bei der Leitsymptomatik und im KI-Trainingsplan. Die Aufnahme geht nur an den Thera-X-Server Ihrer Praxis und wird dort mit einem lokalen Sprachmodell (Whisper) erkannt. Aufnahme und erkannter Text werden nicht gespeichert, auch nicht als Zwischendatei; das Protokoll enthält nur Dauer und Zeichenzahl.

Erst wenn Sie danach in „Fassung wählen“ ausdrücklich „Mit KI erstellen“ tippen, geht der Text – nicht die Aufnahme – an Ihren KI-Anbieter. Ohne eingerichtete KI prüft „Fassung wählen“ Leerzeichen, Satzanfänge und sicher erkannte Fachbegriffe direkt auf dem Gerät. Das Diktat schaltet die Praxisleitung unter Einstellungen › Diktat ein.

KI und Datenschutz in der Physiotherapiepraxis

Ein externer KI-Anbieter verarbeitet Daten im Auftrag der Praxis nach Art. 28 DSGVO. Bevor Sie eine Freigabe einschalten, schließen Sie deshalb einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, prüfen den Speicherort und ob die Daten zum Training verwendet werden. Für Gesundheitsdaten gilt zusätzlich die Schweigepflicht nach § 203 StGB. Den Absatz zur KI ergänzt Thera X automatisch in der Datenschutzinformation, sobald eine KI eingerichtet ist.

Wer ganz sicher gehen will, betreibt ein lokales Modell im Praxisnetz – dann bleiben alle Daten in der Praxis, und der AVV entfällt. Für Rezeptfotos muss das Modell Bilder verarbeiten können. Mehr zu den Pflichten einer Praxis lesen Sie in der Datenschutz-Checkliste für die Physiotherapiepraxis und auf unserer Seite Sicherheit und Datenschutz. Keine Rechtsberatung.

Was kostet KI in Thera X?

Thera X selbst berechnet für die KI nichts – alle KI-Funktionen sind im Monatspreis enthalten. Abgerechnet wird direkt zwischen Ihrer Praxis und dem Anbieter, nach Nutzung über Ihren eigenen API-Schlüssel. Ein stärkeres Modell liefert oft bessere Ergebnisse, kostet beim Anbieter aber meist mehr und antwortet langsamer; ein kleines Modell ist schnell und günstig. Mit einem lokalen Modell entstehen keine Kosten pro Anfrage, dafür braucht der Server ausreichend Leistung. Welche Preise gelten, nennt Ihnen der jeweilige Anbieter. Einen Überblick über alle Kosten von Thera X finden Sie auf der Seite Preise.

Häufige Fragen zur KI in der Praxissoftware

Muss ich die KI nutzen?

Nein. Die KI ist ab Werk ausgeschaltet. Thera X funktioniert vollständig ohne KI; die KI-Knöpfe erscheinen erst, wenn Sie einen Anbieter eingerichtet und die passende Freigabe erteilt haben.

Darf die KI Diagnosen stellen?

Nein. Die KI macht Vorschläge für Texte, Felder und Übungen. Fachlich verantwortlich bleibt die Therapeutin oder der Therapeut, jeder Vorschlag wird vor der Übernahme geprüft.

Welche Daten gehen beim Rezept einlesen an den Anbieter?

Das Foto bzw. der Scan der Verordnung – mit Patientendaten. Deshalb ist dafür eine eigene Freigabe nötig, die nur mit Auftragsverarbeitungsvertrag eingeschaltet werden sollte. Das Bild wird nur für die Erkennung verwendet, außer Sie legen es ausdrücklich in der Akte ab.

Kann ich einen lokalen KI-Server verwenden?

Ja. Thera X unterstützt OpenAI-kompatible Server im Praxisnetz, zum Beispiel Ollama oder LM Studio. Dann verlassen keine Daten die Praxis.

Was kostet die KI-Nutzung?

Thera X berechnet nichts dafür. Die Kosten rechnet Ihr KI-Anbieter direkt mit Ihnen nach Nutzung ab.

Wird das Diktat an einen Cloud-Dienst geschickt?

Nein. Die Spracherkennung läuft auf dem Server Ihrer Praxis mit einem lokalen Sprachmodell. Nur wenn Sie danach „Mit KI erstellen“ wählen, geht der erkannte Text an Ihren KI-Anbieter.

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Mit Demodaten zum gefahrlosen Ausprobieren – und auf Wunsch einer persönlichen Vorführung direkt vom Entwickler.