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Funktion · Befundung

Körperkarte für die Physiotherapie: Befunde sehen statt suchen

Befunddokumentation in der Physiotherapie, die jeder versteht: Schmerz, Ausstrahlung, Verspannung oder Narbe – direkt am anatomischen Modell markiert, mit Struktur, Stärke und Notiz. Auf einen Blick verständlich, im Verlauf nachvollziehbar.
Körperkarte in Thera X: Rückansicht der Muskulatur mit markierten Schmerzpunkten und Befundliste

So arbeiten Sie mit der Körperkarte

Vier Ansichten, drei Ebenen

Vorn, hinten, rechts, links – Regionen, Muskeln oder Skelett, hochaufgelöst und zoombar.

3D-Ansicht

Muskeln und Skelett rundum drehen und vergrößern – ideal zum Erklären im Patientengespräch.

Rund 690 Strukturen

Deutsch und lateinisch; die Suche verzeiht Tippfehler, mit eigenem Wörterbuch der Praxis.

Beschwerden beschreiben → Körper

„Ziehen vom Kreuz bis in die rechte Wade“ wird zur Markierung, mit Rückfragen und Vorschau. Neu.

In den Befund übernehmen

Markierungen werden zum Befundtext; jede Fassung bleibt nachvollziehbar.

Verlauf zusammenfassen

Kurzfassung aus mehreren Befunden – ohne Namen an die KI übermittelt. KI optional.

Das 3D-Körpermodell in Bewegung

Drehen, heranzoomen, Schichten ausblenden: So sieht das 3D-Modell in Thera X aus – gerendert aus denselben Daten wie im Programm.

Körpermodell nach BodyParts3D (bearbeitet), © The Database Center for Life Science, CC BY-SA 2.1 JP. Rendering aus Thera X.

Die Körperkarte im Programm

So sieht die Körperkarte in der Patientenakte aus – Ansicht von hinten, Ebene Muskeln, mit Markierungen. Die Werte erscheinen anschließend im Reiter Dokumentation als Verlauf.
Thera X: Körperkarte mit Markierungen (Ansicht von hinten, Ebene Muskeln) (frei erfundene Beispieldaten)
Körperkarte mit Markierungen (Ansicht von hinten, Ebene Muskeln)
Thera X: Reiter „Dokumentation“ mit Messwerten (frei erfundene Beispieldaten)
Reiter „Dokumentation“ mit Messwerten im Verlauf

Schicht für Schicht: Durchsicht bis zu Organen und Gefäßen

Im 3D-Modell blenden Sie Haut, Muskeln, Knochen, Organe und Gefäße einzeln ein und aus. So zeigen Sie Patientinnen und Patienten genau, wo eine Beschwerde sitzt und welche Struktur betroffen ist.
Thera X: 3D-Körpermodell in der Durchsicht mit Haut, Muskeln, Knochen, Organen und Gefäßen

Körpermodell nach BodyParts3D (bearbeitet), © The Database Center for Life Science, CC BY-SA 2.1 JP. Abbildungen mit frei erfundenen Demodaten.

Körperkarte der Physiotherapie-Software Thera X auf dem Tablet im Behandlungsraum

Körpermodell nach BodyParts3D (bearbeitet), © The Database Center for Life Science, CC BY-SA 2.1 JP. Abbildungen mit frei erfundenen Demodaten.

Fünf Markierungsarten für den Befund

Jede Markierung trägt die betroffene Struktur, die Art der Beschwerde und auf Wunsch eine Stärke. So entsteht ein Befund, den jede Kollegin und jeder Kollege sofort versteht – auch bei der Vertretung.

Schmerz messbar machen: NRS in der Körperkarte

Die numerische Rating-Skala (NRS) von 0 bis 10 ist in der Physiotherapie das gebräuchlichste Maß für die Schmerzstärke. In Thera X tragen Sie den Wert direkt an der Markierung ein – und die Messwerte erscheinen in der Dokumentation als Verlaufsgrafik. So sehen Sie und Ihre Patienten den Fortschritt auf einen Blick, und der Therapiebericht an den Arzt enthält belastbare Zahlen statt Eindrücke.

Befunddokumentation in der Physiotherapie: was ein guter Befund braucht

Die Dokumentation ist gesetzliche Pflicht. Nach § 630f BGB halten Behandelnde in der Patientenakte alle für die derzeitige und künftige Behandlung wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse fest – dazu gehören Anamnese, Befunde, Therapien und ihre Wirkungen. Das muss in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit der Behandlung geschehen, und spätere Änderungen müssen erkennbar bleiben.

Ein guter Befund ist dabei mehr als Pflicht: Er ist die Grundlage für die Therapieplanung, für die Vertretung im Urlaub und für den Bericht an die verordnende Ärztin. Entscheidend sind drei Dinge: Wo genau sitzt die Beschwerde? Welcher Art ist sie, und wie stark? Und wie hat sie sich seit dem letzten Termin verändert?

Genau diese drei Fragen beantwortet die Körperkarte. Jede Markierung ist einer anatomischen Struktur zugeordnet, trägt die Art der Beschwerde und auf Wunsch einen Wert auf der NRS-Skala. Aus den Markierungen entsteht ein Befundtext, und jede Fassung bleibt nachvollziehbar gespeichert. Wie die Dokumentation insgesamt rechtssicher und trotzdem schnell gelingt, erklärt unser Beitrag Dokumentation in der Physiotherapie.

Triggerpunkte, Ausstrahlung und Narben sauber festhalten

Gerade bei myofaszialen Beschwerden helfen Worte allein wenig. „Verspannung Schulter rechts“ kann vieles bedeuten. Auf der Körperkarte setzen Sie den Triggerpunkt dort, wo Sie ihn tasten – zum Beispiel im M. levator scapulae rechts – und vermerken bei Bedarf, wohin der Schmerz ausstrahlt. Ausstrahlungen zeichnen Sie als Verlauf mit ihrer Qualität ein, etwa ziehend von der Lende bis in die Wade.

Narben markieren Sie als verschieblich oder verklebt, Flächen für Missempfindungen oder Taubheit als Bereich. So entsteht ein Bild, das auch eine Kollegin in der Vertretung sofort lesen kann, ohne die Handschrift des Vortags entziffern zu müssen.

Im 3D-Modell lassen sich Muskeln und Skelett rundum drehen und Schichten ausblenden. Viele Therapeutinnen nutzen das im Gespräch: Patienten verstehen ihre Beschwerden besser, wenn sie die betroffene Struktur sehen, statt nur einen lateinischen Namen zu hören.

Vom Befund zum Verlauf und zum Therapiebericht

Die Werte aus der Körperkarte erscheinen in der Dokumentation als Verlaufsgrafik. Sinkt der Schmerz am Trapezius von NRS 6 auf NRS 3, sehen Sie es auf einen Blick – und Ihr Patient auch. Für den Bericht an die Ärztin übernehmen Sie Ausgangs- und Endwerte, statt sie aus Notizen zusammenzusuchen.

Wer mag, lässt sich aus mehreren Befunden eine Kurzfassung des Verlaufs vorschlagen. Diese Funktion ist optional; vor der Übermittlung an einen KI-Anbieter werden Patientennamen ersetzt. Den Text prüfen und verantworten Sie selbst. Worauf es beim Bericht ankommt, steht im Ratgeber Therapiebericht in der Physiotherapie; Hintergründe zur Schmerzskala im Beitrag NRS-Schmerzskala.

Am Schreibtisch und im Behandlungsraum

Die Körperkarte gibt es am Windows-Arbeitsplatz und in der Android-App (Testversion); die Fassung für iPad ist in Entwicklung. Am Tablet markieren Sie direkt während oder nach der Behandlung, am Arbeitsplatz ergänzen Sie Text und Tests. Beide arbeiten mit derselben Akte – es gibt keine doppelte Erfassung. Die Strukturen sind deutsch und lateinisch benannt; die Suche findet auch Begriffe mit Tippfehlern und lernt das Wörterbuch Ihrer Praxis.

Häufige Fragen zur Körperkarte

Woher stammt das Körpermodell?

Das Modell beruht auf BodyParts3D (bearbeitet), © The Database Center for Life Science, Lizenz CC BY-SA 2.1 Japan. Die Körperbilder auf dieser Website stehen ebenfalls unter dieser Lizenz.

Funktioniert die Körperkarte auch am Tablet?

Ja. In der Android-App (Testversion) markieren Sie direkt im Behandlungsraum; die iPad-Fassung ist in Entwicklung.

Muss ich die KI-Funktionen nutzen?

Nein. „Beschwerden beschreiben“ und „Verlauf zusammenfassen“ sind optional. Wenn Sie KI nutzen, werden Patientennamen vorher ersetzt.

Was muss ein Physiotherapeut dokumentieren?

Alle für die Behandlung wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse, insbesondere Anamnese, Befund, Therapie und ihre Wirkungen (§ 630f BGB). Die Dokumentation muss zeitnah erfolgen und zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufbewahrt werden.

Bleiben ältere Befunde erhalten, wenn ich etwas ändere?

Ja. Jede Fassung bleibt gespeichert und nachvollziehbar – so, wie es das Gesetz für Änderungen an der Patientenakte verlangt.

Ersetzt die Körperkarte die schriftliche Dokumentation?

Sie ergänzt sie. Aus den Markierungen entsteht ein Befundtext, den Sie um Anamnese, Tests und Ihre Einschätzung ergänzen.

Testen Sie Thera X 30 Tage kostenlos.

Mit Demodaten zum gefahrlosen Ausprobieren – und auf Wunsch einer persönlichen Vorführung direkt vom Entwickler.